Feeling Floyd im Hempen Fied

Gestern durfte ich die Band Feeling Floyd im Hempen Fied begleiten. Für mich war es im Bereich der Konzertfotografie mein Debüt. Auf Grund der schlechten Lichtverhältnisse war ich etwas nervös. Nach einem kleinen Warm-Up mit der Kamera im manuellen Modus habe ich für mich die beste Einstellung gefunden.

Belichtungszeit

Zur Faustformel: Von der Brennweite ist die Belichtungszeit unmittelbar abhängig, wenn man freihändig arbeitet. Bei einer Brennweite von 50mm beträgt die Freihand-Belichtungszeit 1/50s. Bei 100mm nur noch 1/100s usw.

Mein Objektiv hatte eine Brennweite von 18-55mm. Demzufolge ist die maximale Belichtungszeit bei knapp 1/50s. Auf einem Konzert ist allerdings je nach Musikrichtung mit viel Bewegung zu rechnen. Darum sollte auch nicht länger als 1/40s belichtet werden.

Bei diesen Bildern habe ich den gesamten Abend mit 1/50s gearbeitet. In diesem Beispiel sieht man bereits, wie diese Belichtungszeit abhängig zur Bewegung an der Grenze ist. Der Schlagzeuger wirkt hier schon etwas unscharf.

Wechselnde Lichtverhältnisse

Auf einem Konzert muss man neben schlechten auch mit wechselnden Lichtverhältnissen rechnen. Man sollte sich immer mit dem Lightjokey anfreunden, damit er vielleicht hier und da unterstützen kann.

Da ich bezüglich der Belichtungszeit wenig Spielraum hatte, habe ich die Belichtung selbst überwiegend über die ISO-Werte geregelt. Der manuelle Modus kann sehr helfen, da die Lichtmessung in der Kamera auf Konzerten selten gut funktioniert. Darum ist hier Gefühl gefragt, als der Automatik zu vertrauen. Außerdem ist in Kombination mit Nebel sowieso jegliche Automatik überfordert.

Wenn alles gut funktioniert, kann man aus der Not auch eine Tugend machen. Ein wachsames Auge hilft und aus den schlechten Lichtverhältnissen lassen sich kunstvolle Bilder erzeugen (ISO 3200, 42mm bei f/5,0 und 1/50s).

ISO Werte

Die größte Herausforderung ist die Wahl des richtigen ISO Wertes. Üblicherweise streuben sich mir bei meiner Kamera ISO Werte jenseits der 800. Auf Konzerten gilt leider mehr die Devise: Lieber ein rauschendes Bild als gar kein Bild.

Wichtig ist es, die Grenzen seiner Kamera zu kennen. Am Anfang des Konzertes bin ich mit ISO Werten um 1600 angefangen und einer Belichtungszeit von 1/40s. Auf Grund der Bewegungsdynamik habe ich dann auf ISO 2000 und 1/50s gewechselt. Wenn die Lichtverhältnisse schlechter wurden, bin ich zeitweise auf ISO 2500 gewechselt.

Wenn nichts mehr hilft, dann hilft ein hoher ISO Wert. In diesem Beispiel habe ich das Foto mit ISO 3200 aufgenommen (f/5,3 bei 48mm und 1/50s). In der Großansicht sieht man trotz nachträglicher Rauschreduzierung ein Rauschen im Bild. Hier gilt es genau abzuwägen, welchen Tod man sterben möchte.

Blende

Noch ein Wort zur Blende: Wenn möglich, sollte natürlich die Blende so offen wie möglich sein. In meinem Beispiel war die Blende bei 18mm bei f/3,5 und bei 55mm schon bei f/5,6. Diese Voraussetzungen sind alles andere als Ideal.

Weitere Beispiele

Hier sind noch weitere Beispiele vom Konzert. Wie immer mit 1/50s, Blende abhängig zur Brennweite aber wechselnden ISO.

Berliner Dom und Funkturm bei Nacht

Beim Stöbern im Archiv habe ich eine Aufnahme meiner ersten Langzeitbelichtungen gefunden. Seiner Zeit war ich mit dem Bild nicht wirklich zufrieden. Es war mir zu dunkel und es fehlte mir an Dynamik.

Nach ein paar Änderungen fand ich es dann aber doch richtig gut. Wie gefällt es Euch?

Fotowalk Bremen bei Nacht

Gestern hatte ich auf einem Fotowalk in Bremen mein Debüt. Mit einer großen Horde zogen wir vom Bremer Marktplatz in Richtung Bahnhof und als krönender Abschluss gab es noch ein wenig Lightart in den Bremer Wallanlagen.

Botanischer Garten in Oldenburg

Am 24.März war ich gemeinsam mit meiner Familie auf einen kurzen Abstecher im Botanischen Garten. Das Wetter war fantastisch und ein paar Schnappschüsse konnte ich dabei festhalten.